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projekt mit Klaus Harth ab april 2006 idee: dialog über bilder, bild als gast
es soll ein gedankenaustausch über bilder stattfinden: der eine schickt oder bringt ein bild zum anderen, der dann zwei wochen zeit hat, seinerseits mit einem bild zu antworten. das neue bild soll dabei immer auf das "gast"-bild bezug nehmen. ziel ist am ende eine gemeinsame ausstellung, die das wechselspiel dokumentiert und den betrachter zum fährten lesen einlädt.
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Faust-projekt mit Dr. Sabine Graf und Klaus Harth stoff: Faust von Johann Wolfgang von Goethe ziel: lesung/performance mit eigenen texten, die den klassischen stoff reflektieren
mein interesse gilt dabei dem typus des wissenschaftlers: der wissenschaftler durchlöchert die welt nur wie einen käse, erkennen kann er sie nicht. in der abkopplung von traditionellen vorstellungen liegt seine gefährdung: das neue zerstört alte weltvorstellungen, die im wesentlichen auf bildhaften vorstellungen beruhen, auf mythischen zusammenhängen. für den wissenschaftler wird dieses netz löchrig, er fällt aus "welt" heraus. das macht ihn zu einem gefährdeten individuum, das auf sich selbst gestellt ist. diesen verlust spürt Faust, das macht ihn so ruhelos. er möchte in welt eintauchen, sein erkenntnisdrang macht ihm das jedoch unmöglich. er gehört nirgends dazu. das läßt ihn zur isolierten figur werden, zum einsamen, letztendlich unerlösbaren: die wunde, die er sich selbst schlägt, kann kein Parsifal, keine frauenliebe heilen. sie übersteigt menschliches maß. letzendlich ist Faust ein an blindheit leidender. der sinn für das schöne, der meiner meinung nach im bildhaften denken und nicht im wissenschaflichen verstehen wollen zuhause ist, kam ihm abhanden. so verroht er im grunde genommen.
abgeschlossen am 6.8.2006
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